Die heißen Abgase und die Kühlung der Motoren heizen das Wasser im Heizkreis auf 70 bis 90 °C. Über ein Nahwärmenetz wird die Wärme an momentan 14 Haushalte geliefert.

Wärme zu transportieren ist teuer. Hohe Investitionskosten durch hohe Preise für die Wärmeleitungen und deren Verlegung und die Pumpkosten im laufenden Betrieb sind dafür verantwortlich.

Die Wirtschaftlichkeit unseres Netzes konnte nur erreicht werden, weil die Wärmeleitungen im Zuge des Abwasserkanalbaus kostengünstig mitverlegt wurden. Wir haben uns von Anfang an dafür eingesetzt, daß auch Nahwärmeleitungen gefördert werden wie vergleichbare Infrastruktureinrichtungen (Wasserleitungen, Abwasserkanäle und Strassen).

Steigende Energiepreise werden diese Netze in wenigen Jahren in die Wirtschaftlichkeit bringen. Der Umwelteffekt ist enorm. Er wird aber nur erreicht, wenn die Abwärme sinnvoll genutzt und nicht über Kühler vernichtet wird.

In Schäferei heizen derzeit 14 Haushalte mit Wärme aus Biogas.

Installierte Anschlussleistung: 230 kW
Jährliche Wärmemenge:   414000 kWh
Heizölersparnis/Jahr:   45000 Liter

Unser Nahwärmepreis ist günstiger als eine Öl- oder Holzheizung, wenn alle Kosten ehrlich gerechnet werden. Wer allerdings den Ofen und das Holz geschenkt bekommt, gegen den können wir nicht konkurrieren. Unsere Schäfereier Wärmeabnehmer haben dabei ihren persönlichen Beitrag zum Entstehen des Bioenergiedorfes geleistet.

Anschlusskosten (einmalig): 150,00 Euro/kW installierte Leistung
Hausanschlussstation und Anschlussarbeiten:   ca. 2.500,00 bis 3.000,00 Euro/je Anschluss
Wärmepreis derzeit:   4,2 Cent/kWh Wärme

Die Restwärme, die nicht im Dorf gebraucht wird, speist momentan eine Trocknungsanlage. Damit trocknen wir Schnitt- und Brennholz. Über eine effektivere Nutzung dieser Restwärme denken wir nach.